Einfache Fälle

Kein Bild für NaN

Fall 3618

15-jähriger Schüler:"Seit ein paar Monaten habe ich ständig Husten. Wenn ich am Morgen aufstehe, bekomme ich manchmal kaum Luft."

Sie sind leider täglich da.

Wichtige Frage. Die Antwort lässt auf eine ständige Persistenz eines Triggers schliessen.

Ja. Am Morgen ist es ganz schlimm und am Abend kann ich meist wieder ziemlich normal atmen.

Gute Frage. Sie können also annehmen, dass sich die Atemnot über Nacht entwickelt.

Ja, es ist so ein richtiger Reizhusten.

Gute Frage. Bei schleimigem Husten hätte auch ein Infekt in die Überlegungen miteinbezogen werden müssen.

Nein.

Gute Frage. So kann eine Pollenallergie mit grosser Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen werden.

Nein. Meine Mutter ist allergisch auf Tierhaare.

Wichtige Frage. Tierhaare können Allergien mit Husten und Atemnot auslösen. Die Mutter ist Allergikerin. Sie haben nun einen Hinweis auf eine familiär vorkommende Atopie.

Wählen Sie die richtigen Effloreszenzen:

Wählen Sie die richtige Diagnose:

Die Symptomatik des Patienten tritt klar saisonunabhängig auf.

Auch beim Asthma bronchiale besteht oft ein trockener Husten. Die Dyspnoe fällt hier jedoch viel stärker ins Gewicht. Der Patient ist im Alltag viel stärker eingeschränkt.

Die täglichen Beschwerden am frühen Morgen mit verstopfter Nase und Husten, der positive Pricktest, den sie durchgeführt haben, die Anamnese auf familiäre Atopie führen zur Diagnose der perennialen Rhinitis. In diesem Beispiel ausgelöst durch Hausstaubmilben.

Aufgrund des Alters des Patienten kann eine chronisch obstruktive Pneumopathie ausgeschlossen werden.

Wählen Sie die richtige(n) Therapie(n):

Milben bevorzugen warmes und feuchtes Klima- wie es in Matratzen, Kopfkissen und Duvet herrscht. Deshalb sollten Temperatur und Luftfeuchtigkeit bei Milbenallergie möglichst tief gehalten werden.

Encasings verhindern die Durchlässigkeit von Matratzen für den Milbenkot, der das eigentliche Allgergen darstellt.

Die wenigsten Patienten mit perennialer Rhinitis leiden unter Juckreiz und Rhinorrhoe, oft jedoch unter verstopfter Nase. Deshalb finden Antihistaminika bei perennialer Rhinitis selten Verwendung.

Patienten mit perennialer Rhinitis profitieren meist von der antiinflammatorischen Wirkung intranasaler Kortikosteroide.

Falls die Nasenschleimhaut so fest geschwollen ist, dass die intranasalen Steroide nicht an die Effect site gelangen können, so kann eine initiale Gabe systemischer Kortikosteroide helfen.

Artikel als ungelesen markieren
Dieser Artikel ist als gelesen markiert
Artikel als gelesen markieren